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Ablauf des TPK

Mein Name ist Samya Mohamed, ich bin 20 Jahre alt und bin nun im zweiten Semester an der Charite. Ich bin Mitglied in der Fachschaft und habe wie meine Kommilitonen den TPK-Kurs erlebt und überlebt und werde euch nun ein bisschen über meine Erfahrungen erzählen.

Der TPK-Kurs ist eigentlich die größte Hürde im ersten Semester. Ihr habt zwar noch Histologie und (für diejenigen, die kein Latein hatten) auch Terminologie, aber diese Fächer sind verglichen mit TPK noch recht "einfach". TPK heißt Technisch-Propädeutischer-Kurs und der Name spricht Bände. Technisch steht für die praktisch-zahntechnische Seite des Kurses und Propädeutisch für die wissenschaftliche Einführung in die Zahnmedizin. In dem Kurs müsst ihr regelmäßig (alle 2-3 Wochen) praktische Arbeiten anfertigen, für die ihr ein Testat erhält. Zusätzlich werdet ihr auch theoretisch geprüft (die Themen passen zu der Art der praktischen Arbeit). Die erste Arbeit kann man im Rückblick (aber nur im Rückblick!) als "niedlich" bezeichnen. Man gießt übergröße Backenzähne (Molaren und Prämolaren) aus und ein komplettes Gebiss aus Gips. Die Molaren werden bunt bemalt (!) und auf dem Gebiss werden die Kontaktpunkte eingezeichnet. Doch malen allein reicht nicht, da man die Kontaktpunkte und die Okklusionsprinzipien (lernt ihr schon früh genug!) für das nächste Testat können muss. Die folgende Arbeit ist schon kniffliger. Man artikuliert das Gipsmodell eines Gebisses in einen Artikulator und ersetzt fehlende Zähne des Gebisses (die man vorher weggefräst hat) mit Wachs. Die Form allein reicht nicht, auch die Kontaktpunkte müssen stimmen. An die Arbeit mit Wachs muss man sich erst gewöhnen. Das ist auch mir schwergefallen, aber wenn ihr zügig und sorgfältig (!) arbeitet, werdet ihr auch diese Kunst meistern. Die darauffolgende Arbeit wird allen Kunst-LKlern Spaß machen, weil man dann einen Zahn spiegelverkehrt (!) aus Wachs schnitzen darf! Dieser wird dann später in Metall gegossen. Die letzte Arbeit hingegen ist die schwierigste, weil es darum geht eine Prothese herzustellen. Da werden viele Kenntnisse gefragt, die man im Kurs gelernt hat. Mit Wachs und Kunststoff arbeiten und natürlich Klammern biegen. Das Ausführen von Klammernbiegen ist eine Vorübung, die man zu Hause machen darf. Man sollte damit früh genug anfangen, da dies recht schwierig ist und Vorraussetzung, um mit der Prothesenarbeit beginnen zu dürfen. Am Ende des TPKs gibt es eine Klausur und dann den Schein, der viel Schweiß und Arbeit gekostet hat, aber einen doch ein wenig mit Stolz erfüllen wird;-))

 

Laborputz

Ganz am Ende des TPKs, wenn man alle Arbeiten angefertigt hat und auch die Präpwoche vorbei ist, muss man zusammen mit dem 5. Semester, die Phantom 2 gemacht haben, das Labor putzen. Meist an einem Freitag von 8 bis 11 uhr müssen dann alle Kursteilnehmer mit Schwamm, Spachtel, Lappen und Besen die Laboprräume zum glänzen bringen. Es ist nicht die netteste Aufgabe aber ohne sie bekommt ihr euren Schein nicht. Aber es herscht meist eine gute Stimmung weil alle wissen, dass sie es geschafft haben. :-) 

Präpwoche am Phantomkopf

Zusaätzlich zu den Zahntechnischen Arbeiten müsst ihr Zähne präparieren. Das ist die erste richtige Aufgabe, die ihr nachher als Zahnarzt oft erledigen werdet. Also strengt euch an und beeilt euch um dann noch Zeit zu haben um zu üben, denn bis zum Phantom 1 werdet ihr kaum eine möglichkeit haben nocheinmal zu Präparieren. 

Zuerst werden ein paar Zähne extraoral, dh. nicht im Phantomkopf, präpariert. Wenn diese Hürde geschafft ist müsst ihr die Zähne innerhalb des Phantomkopfes präparieren, keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, das ihr das zum ersten mal macht. Aber eine Erleichterung gibt es: ihr dürft die Nachbarzähne herausschrauben. :-) 

Die TPK Arbeiten

Ausgießen und Bemalen der Mollies ( 2 Prämolaren und 2 Molaren)

Ausgießen eines Gipsmodells und anschließendes antragen der Kontaktpunkte (dient als Lernhilfe für das erste Haupttestat)

Aufwachsübungen an radierten Gipsmodellen im Artikulator

Herstellen eines Spiegelverkehrten Abbildes eines Zahns aus Phantommetall

Vorübung zur Klammerherstellung ( Baum, Haus und Kreis müssen aus Stahldraht gebogen werden)

Herstellen einer Prothese mit gebogenen Klammern

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